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Presseverzeichnis

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Mitteldeutsche Zeitung, Onlineausgabe Merseburg/Querfurt 

 Benefizkonzert in der Kirche St. Laurentius Bad Dürrenberger spenden für ihr Gradierwerk

    11.12.2015 15:13 Uhr  | Aktualisiert 11.12.2015 17:02 Uhr

von Melain van Alst


Bis auf den letzten Platz war die St. Laurentius Kirche zum Konzert des Jugendchores Schulpforta voll. Für den Heimatbund als Veranstalter war der Abend ein voller Erfolg. Und auch gespendet wurde reichlich.

 Mitteldeutsche Zeitung, Bad Dürrenberg.
Das Statement hätte nicht deutlicher sein können. Unter dem Motto „Wir für unser Gradierwerk“ hat der Heimatbund am Donnerstagabend erstmalig ein Benefizkonzert veranstaltet. Und die Gäste sind in Strömen zur Kirche St. Laurentius gekommen.

Die Bad Dürrenberger haben sich für ihr Gradierwerk ausgesprochen und dies deutlich gezeigt. „Es ist einfach unglaublich gewesen“, sagt Jens-Uwe Hönsch, Vorsitzender des Heimatbundes in Bad Dürrenberg.Bis auf den letzten Platz vollSichtlich ergriffen kann er auch einen Tag nach der Veranstaltung nicht fassen, wie positiv die Resonanz auf das Konzert war. „Es war eine Mammutaufgabe, die wir gemeinsam gut gelöst haben“, so Hönsch. Nicht nur das achtköpfige Kommittee des Heimatbundes hat viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt. Auch zahlreiche Vereine haben das Projekt unterstützt.„Insgesamt 350 Karten gab es für die Kirche. Mehr war einfach nicht möglich“, erzählt Hönsch. Einige wenige Besucher haben leider keinen Platz mehr bekommen. Im Vorfeld hatten auch die Kindergärten angefragt, wie sie sich beteiligen könnten und haben Engel gebastelt, die dann dem Jugendchor geschenkt worden. „Auch die, die nicht dabei sein konnten, wollten irgendwie helfen.“


Als die Idee entstand, sahen sich Hönsch und sein Team mit Kosten in Höhe von 4.000 Euro konfrontiert, die sie ohne Hilfe nicht hätten stemmen können. Sponsoren haben den Verein unterstützt und das Projekt so ermöglicht. Die Kooperation zwischen Kirche, Heimatbund und Stadt heben Hönsch und auch Bürgermeister Christoph Schulze (CDU) hervor. So solle es sein. „Es war sehr bewegend, den Chor in der Kirche singen zu hören. Einige Gäste hatten sogar Tränen in den Augen“, sagte Schulze am Freitag.Fördermittel für Sanierung werden beantragtUnd auch auf politische Ebene kommt Bewegung in die Sanierung des Gradierwerkes. Schulze bestätigte, dass es Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium und der Investitionsbank gegeben habe. „Wir müssen nun unsere Hausaufgaben machen und ein Konzept erstellen, dass die Ziele der Stadt mit denen des Landes vereint. Gleichzeitig wollen wir einen Fördermittelantrag stellen“, so Schulze.Die Bad Dürrenberger und alle Gäste haben am Donnerstag auch gezeigt, dass sie bereit sind für ihr Gradierwerk einzustehen. Die Spendenbereitschaft war sehr hoch. „Wie viel genau, dass wissen wir noch nicht. Aber am 6. Januar soll der Scheck wieder in der Kirche übergeben werden“, sagt Hönsch. Bis dahin könne man auch weiter spenden. Spenden können auf das Konto des Heimatbundes, Iban: DE40 8005 3762 3410 0001 77; Bic: NOLADE21HAL bei der Saalesparkasse unter Angabe des Namens, überwiesen werden. (mz)



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09.09.2011 109  Zeilen
Ressort: MER

Die Kindheit im Tunnel

DENKMALTAG Der älteste deutsche Bahntunnel in Bad Dürrenberg öffnet zum ersten Mal für Besucher. Führungen sind ausgebucht. Zeitzeugin schildert Erlebnisse.

Die Kindheit im Tunnel VON FRAUKE HOLZ BAD DÜRRENBERG/MZ - "Wenn es Voralarm gab, dann hieß es, Edith, koch die Nuckelflasche für deinen Bruder." An die Worte ihrer Mutter erinnert sich Edith Zwirnmann noch sehr gut. Waren die Milch oder der Grießbrei für den Bruder fertig, ging es 1944 in den zum Luftschutzbunker umfunktionierten Eisenbahntunnel im Garten des Grundstücks der Siedergasse 5. Eine rund zwei Meter breite Treppe führte hinab in den Bunker, Teil eines 133 Meter langen Tunnels. 1836 war die Röhre als Teil der Eisenbahnstrecke zwischen Tollwitz und Dürrenberg in Betrieb genommen worden; doch am Ende des Zweiten Weltkriegs suchten die Bad Dürrenberger hier Schutz vor den Bomben der Alliierten.

Der stollenähnliche Bau gilt als ältester Eisenbahntunnel Deutschlands und befindet sich im Herzen der Stadt. Allerdings ist der Tunnel schon seit Jahrzehnten nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich (die MZ berichtete). Grund: Die umstehenden Gebäude sind einsturzgefährdet. Einzig und allein für den Tag des Offenen Denkmals am Sonntag gibt es eine Sondergenehmigung zur erstmaligen und möglicherweise einmaligen Öffnung des Tunnels und das auch nur, weil der 175. Jahrestag der Fertigstellung ansteht. Und das Interesse ist groß. Die Führungen seien bereits ausgebucht, heißt es aus der städtischen Touristinfo.

"Ich habe meinen Bruder im Kinderwagen in den Bunker geschoben." Edith Zwirnmann Zeitzeugin

 

Bis zu Beginn des Zweiten Weltkriegs fuhr dort die Kohlebahn, welche die geförderte Braunkohle aus der Grube Tollwitz zur Saline Dürrenberg brachte. Während des Weltkriegs diente er als Luftschutzbunker und Lagerraum. Allerdings befand sich dieser Schutzraum nicht am Tunneleingang, der noch heute zwischen den beiden verfallenen Siedehäusern unterhalb des Witzlebenweges zu sehen ist, sondern jenseits der Hauptstraße in der Siedergasse. Dort müsste sich unter der Erde auch heute noch das andere Ende befinden. Allerdings hatte die Stadt schon zu Kriegszeiten den unteren Teil für die Bevölkerung gesperrt. "Das war natürlich kein offizieller Bunker. Am Gang wurde nichts gemacht, auch gab es keine Klos. Dafür hatten wir elektrisches Licht, zumindest manchmal", erinnert sich Edith Zwirnmann.

 

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde ihr Bruder geboren. Da war sie gerade zehn Jahre alt. Gab es Bombenalarm, bereitete sie die Nuckelflasche vor und machte sich fertig für den Bunker. Zuvor lief die gebürtige Bad Dürrenbergerin jedoch mit der Trillerpfeife durch die Straße und alarmierte die Nachbarschaft. "Dann habe ich meinen Bruder im Kinderwagen in den Luftschutzbunker geschoben", erzählt sie. Die Nachbarn hatten damals gemeinsam den Tunnel zum Luftschutzbunker umfunktioniert. Wenn der Kindergarten geöffnet hatte, drängten sich dort bis zu 40 Personen - 20 Kinder und ebenso viele Erwachsene. "Mit Stuhl und Kerze in der Hand ging es in den Bunker. Jeder wusste, wo er sich hinzusetzen hatte", berichtet die Seniorin. Einmal schlug direkt über ihnen eine Bombe ein und der Eingang wurde verschüttet. Zum Glück gab es einen Notausstieg in Höhe der Siedergasse 1. Wann der Tunnel geschlossen wurde, weiß Edith Zwirnmann nicht. Alte Aufzeichnungen dazu gibt es auch nicht. "Wir befinden uns noch am Anfang und sind auf die Hilfe von Zeitzeugen angewiesen, die mehr über den Tunnel wissen", sagt Jörg Höhne, Amtsleiter Tourismus und Kultur. Edith Zwirnmann ist eine von ihnen, die trotz oder gerade wegen ihrer Erinnerungen noch einmal in den Tunnel zurückkehren möchte. "Ich habe dort schließlich meine Kindheit verbracht", sagt sie.

 

 

Bahngleise führen noch heute unterhalb des Witzlebenweges in den ehemaligen Kohlebahntunnel. Die Schutzmauer wurde in Kriegszeiten errichtet - wann, ist bislang unklar. Der Tunnel selbst ähnelt einem Stollen.

 

 

GESCHICHTE

Kohlebahntunnel

Am 15. September 1836 wurde der Kohlebahntunnel als Teil der 4,5 Kilometer langen Strecke zwischen der Grube Tollwitz und der Saline Dürrenberg eingeweiht. Er gilt als ältester deutscher Eisenbahntunnel und wurde bereits 1837 im "Polytechnischen Central-Blatt" erwähnt.

Der 133 Meter lange Tunnel liegt bis zu vier Meter tief unter der Erdoberfläche. Die Bahn befuhr von der Lutherstraße aus den Tunnel, der unter der Hauptstraße entlang bis zum Salinegelände führt. Der Tunnel war notwendig, um das Gefälle zwischen Saline und Aschebergen zu überbrücken.

Bis 1905 durchfuhr den Tunnel eine mit Pferdekraft betriebene Schienenbahn. Ob die Pferde die Bahn durch den gesamten Tunnel zogen, ist ungewiss. Möglicherweise wurden die Tiere vor dem Eingang abgespannt und die Loren mit Hilfe einer Seilwinde bewegt. Später wurden die Pferde durch eine Benzolbahn ersetzt. Der Eisenbahnbetrieb wurde erst nach fast 100-jähriger Nutzung, am 1. August 1935, eingestellt. Wie der Tunnel nach dem Krieg genutzt wurde, ist unbekannt.

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07.09.2011 89  Zeilen
Ressort: MER

Premiere für den Tunnelblick

Premiere für den Tunnelblick

VON FRAUKE HOLZ

Hier erhalten Sie einen Überblick über die Presseartikel zum Thema Bad Dürrenberg.

BAD DÜRRENBERG/MZ - Hätten Sie gewusst, dass sich der älteste Eisenbahntunnel Deutschlands in Bad Dürrenberg befindet? Am 15. September 1836 wurde er eingeweiht und feiert demnach in den kommenden Tagen sein 175-jähriges Bestehen. Das muss natürlich gefeiert werden. Wie gut, dass am kommenden Sonntag der Tag des offenen Denkmals stattfindet. Dieser widmet sich in diesem Jahr dem 19. Jahrhundert - einer der stilistisch vielseitigsten und an technischen Neuerungen reichsten Epoche der Bau- und Kunstgeschichte. Erste und letzte Möglichkeit? Unter dem Motto "Romantik, Realismus, Revolution" öffnen zahlreiche historische Bauten ihre Türen. So auch der ehemalige Kohlebahntunnel, der erstmalig nach seiner Stilllegung, Mitte des 20. Jahrhunderts, für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Möglicherweise ist es auch das letzte Mal, dass Besuchern der Zutritt gewährt wird, denn der Tunnel befindet sich auf baufälligem Gelände. "Die nebenstehenden Siedehäuser müssten abgerissen werden, um den Zugang regelmäßig zu ermöglichen.", erklärt Jörg Höhne, Amtsleiter Tourismus und Kultur. Erbaut wurde der Tunnel kurz nachdem die erste deutsche Eisenbahnlinie 1835 zwischen Nürnberg und Fürth eröffnet wurde. Schon damals war von der Dürrenberger Saline der Bau einer Eisenbahnlinie beschlossen worden, welche die geförderte Braunkohle aus der Grube Tollwitz zur Saline Dürrenberg bringen sollte. Mitte September wurde dann die Strecke zwischen Tollwitz und Dürrenberg eingeweiht. Im Zuge dessen wurde eben jener 133 Meter lange Tunnel errichtet, der bis zu vier Meter tief unter der Erdoberfläche liegt. Früher durchfuhr die bis 1905 mit Pferdekraft betriebene Schienenbahn von der Lutherstraße aus den Tunnel, der unter der Hauptstraße entlang bis zum Salinegelände führte. Der Eisenbahnbetrieb wurde erst nach fast 100-jähriger Nutzung, am 1. August 1935, eingestellt. Mit Taschenlampe und Helm Der heutige Eingang liegt etwas versteckt zwischen zwei verfallenen Salinehäusern hinter einer Betonwand. Diese war zu Weltkriegszeiten errichtet worden, als der Tunnel als Luftschutzbunker diente. Aus diesem Grund wurden damals auch die Schienen mit einer Betondecke übergossen. Das Mauerwerk hingegen ist in seiner Ursprungsform bis heute erhalten geblieben. Will man den Tunnel besichtigen, sollte man auf jeden Fall festes Schuhwerk tragen. Taschenlampe und Helm gibt es vor Ort und gehören zu einer Begehung auch zwingend dazu. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann man bis zu hundert Meter in den Tunnel hineinlaufen. Auch wenn die Schienen nicht mehr erhalten sind, so kann man doch erahnen, welche technische Meisterleistung dieser Tunnel für die damalige Zeit darstellte.

 

 

Am Apothekerberg liegt noch ein Gleisstück der früheren Kohlebahn.

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24.08.2011 42  Zeilen
Ressort: MER

Buntes Treiben rund um Kurpark

Der Bad Dürrenberger Bauernmarkt findet im September zum elften Mal statt.

Buntes Treiben rund um Kurpark BAD DÜRRENBERG/MZ/ANG - Rund um den Bad Dürrenberger Kurpark wird es am 3. September wieder ein buntes Treiben geben. "Wir laden zum elften Mal zu unserem Bauernmarkt ein und freuen uns auf Jung und Alt", sagt Claudia Lange, Mitarbeiterin der Touristinformation. Neben etwa 60 Händlern werden sich auch die Vereine der Stadt präsentieren. "Die Stände werden rund um den Borlachplatz und Apothekerberg bis hin zum Palmen- und Vogelhaus im Kurpark aufgebaut", ergänzt Lange. Neben typischen Produkten können Besucher auch Handwerkern, die alte Arbeitstechniken anwenden, über die Schulter schauen. Eine Töpferei, eine Seilerei, ein Holzbildhauer und ein Schmied werden vor Ort sein. Natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt, ein großer Biergarten lädt auf dem Borlachplatz zum Verweilen ein. Auch Köstlichkeiten aus Fass, Flasche und Pfanne stehen bereit, heißt es von der Stadt. Für weitere Unterhaltung sorgen die Musikgruppe "Two Riders" und ein Auftritt der Müchelner Kindertanzgruppe. "Wer sich über das Gradierwerk informieren möchte, kann auch das tun. Der Heimatbund bietet an dem Tag Führungen an", wirbt Claudia Lange. Auch eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen stehe zur Verfügung. "Neben dem Platz am Apothekerberg kann auch auf dem Platz am Soleweg oder in der Stadt das Auto abgestellt werden." Wer mit dem Fahrrad nach Bad Dürrenberg kommen möchte, der kann sein Zweirad von 10 bis 21 Uhr an der Radservice-Station an der Saale abstellen.

11. Bauernmarkt in Bad Dürrenberg am Sonnabend, 3. September, von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei.

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25.11.2009 72  Zeilen
Ressort: WFS

PREMIERE Zum Vortrag bringt der Literaturkreis Novalis Weißenfels Zuhörer erstmals mit dem Shuttlebus ins Borlachmuseum Bad Dürrenberg. Zusammenarbeit wächst.

Romantikerin lockt Zuhörer in die Saale-Nachbarstadt

VON WOLFGANG FISCHER

BAD DÜRRENBERG/MZ - Der Vortrag von Heidi Ritter über das Leben der Romantikerin Caroline Schlegel-Schelling (1763-1809) im Borlach-Museum Bad Dürrenberg war eine Premiere. Als gemeinsames Projekt zwischen dem Literaturkreis Novalis Weißenfels und dem Borlach-Museum zum Leben und Werk der Romantiker wurde mit einer entsprechenden Vortragsreihe begonnen. Eine Ausstellung des Literaturkreises über das Schaffen Friedrich von Hardenbergs hat bereits im Museum stattgefunden. Der Vater des Dichters, Ulrich Erasmus von Hardenberg (1784-1814) war seinerzeit Direktor der Kur- sächsischen Staatssaline Dürrenberg sowie Artern und Kösen.

Die Referentin vom Germanistischen Institut der Universität Halle-Wittenberg schilderte in eindrucksvollen Worten die Lebensstationen dieser "hochgepriesenen und tiefgeschmähten Frau", die im Mittelpunkt der romantischen Geselligkeit vor 200 Jahren in Jena stand.

Im Jenaer Kreis der Romantiker, zu dem nicht nur Dichter wie Schlegel, Brentano, Tieck, Schelling, Novalis und andere gehörten, sondern auch bedeutende Naturwissenschaftler und Philosophen Kontakt hatten, spielte Caroline Schlegel-Schelling als Gastgeberin die führende weibliche Rolle. Sie selbst hat keine literarischen Werke hinterlassen, verkörperte aber eine Art Sekretärin im Bestreben der Freunde, die Welt zu poetisieren. Ihr romantisches Werk war ihr eigenes Leben, nachvollziehbar in ihren zahlreichen Briefen.

Ihre politischen Erfahrungen in Georg Forsters Mainzer Republik und ihr Streben nach Selbständigkeit und Unabhängigkeit fanden nicht nur Freunde, sondern auch Verachtung. Friedrich Schiller nannte sie verächtlich "Madame Lucifer". "Göttern und Menschen zum Trotz will ich glücklich sein", lautete ihr Grundsatz.

So hatte diese Frau das große Glück, in einer sehr bewegten Zeit mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten zusammenzutreffen, die Geschichte geschrieben haben und ihrer Zeit weit voraus waren, konstatierte Heidi Ritter in ihrem durch Lichtbilder und naturalistischen Beschreibungen bereichertem Vortrag.

So viele Zuhörer wie im Borlachmuseum Bad Dürrenberg hätten im Weißenfelser Novalispavillon kaum Platz gefunden. Viele Weißenfelser nutzten den Shuttle-Bus, der sie zum Vortrag nach Bad Dürrenberg kutschierte

15.09.2009 45  Zeilen
Ressort: NTB

VON HARDENBERG

Bad Kösen soll den Reigen komplettieren.

Goseck dritter Ort einer Novalis-Route

VON HOLGER ZIMMER

GOSECK - Zweimal hat Friedrich von Hardenberg (Novalis) Schloss Goseck besucht: 1791 und 1797. Das ist von ihm in Briefen überliefert und darauf macht seit Sonnabend eine kleine Ausstellung im Foyer des Festsaals aufmerksam. Sie wurde vom Literaturkreis Novalis in Weißenfels geschaffen.

Es ist neben der Saalestadt der dritte Ort in der Region, an dem das Leben und Schaffen des Romantikers im Blickpunkt steht. Denn seit Juni ist auch im Borlachturm in Bad Dürrenberg eine kleine Schau dem bergmännischen Schaffen des Dichters gewidmet. Und laut Jörg Riemer, Vorstandsmitglied des Literaturkreises, soll eine Novalisroute mit dem Kurort Bad Kösen komplettiert werden.

Er sprach von einer Vernetzung der Kultur über politische Grenzen hinweg. Es sei Neuland, das bestellt werde, wie es der Name Novalis zum Ausdruck bringe. Dieser habe Neues auch gewagt, indem er damals das Thema Mittelalter thematisierte. Dafür steht sein "Heinrich von Ofterdingen".

Ihn rückt Hans Joachim Schmidt in den Mittelpunkt, spricht von sehnsuchtsvoller Schwärmerei, die in der Verwendung der Blauen Blume als Ziel der Suche nach der eigenen Bestimmung im Leben gipfelt. Und er liest einem Text aus der Jugend von Novalis vor, der im "Ofterdingen" wieder auftaucht. Schmidt war nach eigenen Worten das erste Mal in der Region und auf den Spuren von Novalis unterwegs.

Die Ausstellung kann derzeit nur im Zusammenhang mit Veranstaltungen im Schloss besucht werden.

 

Mitteldeutsche Zeitung 07.07.2009 63  Zeilen
Ressort: MI

MZ-FERIENSPASS

10. JULI Die Salinestadt Bad Dürrenberg kann mit ihrer einmaligen Geschichte punkten. Vor allem gehört dazu die Jahrhunderte alte Tradition der Salzgewinnung.

Europas längstes Gradierwerk erleben

Die Salinestadt Bad Dürrenberg im Saalekreis wird sich am 10. Juli von 10 Uhr bis 16 Uhr den MZ-Lesern in all ihren Facetten präsentieren.

Ort: Die erste urkundliche Erwähnung des Bad Dürrenberger Ortsteiles Keuschberg reicht bis ins Jahr 933 zurück. Bekannt wurde die Stadt aber hauptsächlich in der Barockzeit wegen ihrer Salzgewinnung. Der kursächsische Geheime Bergrat Borlach (1687 - 1768) entdeckte hier 1763 in 223 Metern Tiefe eine Solequelle. Das Salz brachte Aufschwung und Reichtum. Ein Gradierwerk wurde gebaut, das heute mit 636 Metern Länge das größte Europas ist. Ein Kurpark entstand, der Kur- und Bäderbetrieb wurde aufgenommen, der bis zur Einstellung im Jahr 1963 Patienten Linderung und Heilung bei Atemleiden brachte. Seit 2008 ist Bad Dürrenberg wieder als Erholungsort staatlich anerkannt.

Angebot: Im Preis von 15 Euro für maximal vier Personen sind inklusive: Ein Besuch des Borlachmuseums. Hier werden Borlachs Leben und Wirken vorgestellt und die Geschichte der Salzgewinnung erläutert. Der historische Soleschacht kann besichtigt werden (jede volle Stunde). Auch Borlach ist anwesend. Hoch hinaus geht es am Gradierwerk, das aus zwölf Metern Höhe einen prächtigen Blick rundum ermöglicht. Der Kurpark selbst lädt zum Spazieren ein. Wandelnde Wegweiser erleichtern die Orientierung. Zugleich stellt ein Lehrpfad 42 Bäume und Gehölze aller Kontinente vor. Im Palmen- und Vogelhaus können Besucher die Ausstellung mit Karikaturen aus der DDR anschauen. Der hiesige Skateboardverein bietet Spiele für Kinder, die Jägerschaft zeigt Jagdtrophäen, Marathon-Sportler organisieren eine Kindermeile und eine aufgebaute Mini-Siedepfanne gibt einen Einblick in die Technik der historischen Salzherstellung.

Versorgung: Als Imbiss wird an diesem Tag deftige Erbsensuppe aus der Gulaschkanone serviert. Dazu gibt es für jeden Besucher ein kleines alkoholfreies Getränk. Die Kurparkgaststätte übernimmt die Versorgung von 11 bis 13 Uhr.

 

SERVICE

Anreise

Mit dem Auto erreicht man Bad Dürrenberg über die A 9, Abzweig Bad Dürrenberg. Die Anfahrt aus Richtung Halle ist auch über die B 91 bis Merseburg, dann weiter auf der B 181 bis zum Abzweig Bad Dürrenberg und auf der L 183 möglich. Parkplätze sind rund um den Kurpark ausreichend vorhanden.

 

Mit der Straßenbahn: Die Linie 5 verkehrt von Halle über Merseburg bis in die Stadtmitte, dann wenige Minuten Fußweg bis zum Kurpark.

Mehr Informationen zur Stadt: www.badduerrenberg.eu

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Mitteldeutsche Zeitung 06.07.2009 68  Zeilen
Ressort: NTB


FREMDENVERKEHR

Auch Bad Kösen im Boot mit anderen Orten.

Städte wollen touristische Kooperation

VON HANS -ERDMANN GRINGER

BAD DÜRRENBERG - Die Städte Bad Dürrenberg und Mücheln aus dem Saalekreis, Artern in Thüringen und Bad Kösen und Lützen im Burgenlandkreis wollen ihr touristisches Netzwerk enger knüpfen. Das kündigte Bad Dürrenbergs Bürgermeister Árpád Nemes gegenüber unserer Zeitung an. Die fünf Kommunen hätten sich darauf jüngst bei einem Treffen in der Salinestadt geeinigt. Grundgedanke sei, sich auf die gemeinsamen Wurzeln, das Wirken des Bergrates Borlach bei der Salzgewinnung in der Region und den Bemühungen des Freiherrn von Hardenberg (Novalis) bei der Erkundung von Kohlelagerstätten, zu besinnen.

"Kohle und Salz als Klammer für den gemeinsamen wirtschaftlichen Aufschwung in der Vergangenheit soll uns auch bei der touristischen Vermarktung heute weiter voran bringen", sagte Nemes. Lützen mit seinen Gedenkstätten gehöre unbedingt dazu, weil der 30-jährige Krieg seine Spuren rundum hinterlassen habe. Konkrete Tourismus-Projekte sollen die Zusammenarbeit dokumentieren.

So ist als Ableger des Saale-Radwanderweges auch ein eigener Radweg von Bad Dürrenberg ins Geiseltal nach Großkayna geplant. Dieser sei bis zur B 91 bei Spergau bereits fertig gestellt. Ein weiterer Radweg soll künftig von Mücheln nach Freyburg führen.

Ebenfalls bereits fertig gestellt haben die Kommunen einen gemeinsamen Flyer mit Daten und Fakten zur Historie und Ansprechpartnern. Mit diesem wollen sie ab sofort in ihren Orten füreinander werben. Zugleich würden Gespräche mit Braunsbedra geführt, um die Stadt mit ins Netzwerk einzubeziehen. "Wir verstehen uns dabei nicht als Konkurrenz zum Fremdenverkehrsverband Saale-Unstrut, sondern wollen uns langfristig mit unseren Angeboten in diesen als Partner integrieren", betonte Nemes. Auch sei langfristig ein gemeinsamer Internet-Auftritt aller Beteiligten vorgesehen.

Keiner der Kommunen gelinge es allein, Touristen für einen Tag zu fesseln, sagte Nemes, doch mit einem gemeinsamen Angebot der Sehenswürdigkeiten ließen sich touristische Pakete schnüren, die für Besucher interessant und vielseitig seien. Ebenfalls ein Novum: Bad Dürrenberg ist neben Bad Lauchstädt seit kurzem Mitglied im Verband der Kur- und Bädermuseen Deutschlands. Nemes: "Das ist ein ganz exklusiver Klub."

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Mitteldeutsche Zeitung 29.06.2009 121  Zeilen
Ressort: MER

Qualität der Sole wieder erstklassig

BRUNNENFESTBad Dürrenberg feierte 246. Ausgabe des Heimatfestes. Traditionelles Borlachspiel wurde wieder zum Höhepunkt. Neuer Tourismus-Flyer vorgestellt, auch Gebietsänderungs-Vertrag unterzeichnet

VON HANS -ERDMANN GRINGER

BAD DÜRRENBERG/MZ - Johann Gottfried Borlach alias Christian Dunzel war sichtlich betrübt wie der Himmel. Keine Sole in Sicht. Dabei bohrte der Bergrat schon jahrelang "auf dem dürren Berge" mit seinem Steiger Mauf und dessen Helfern. "Man wird mit der nächsten Kurierpost mir alle Mittel entziehen", jammerte er, "und all die Neider. Mit Fingern werden sie auf mich zeigen. Du alter Mann wirst doch nicht nutzlos werden?", fragte er im Monolog.

Doch die Sorgenfalten des sächsischen barocken Helden glätteten sich Samstagnachmittag wenig später, als der glückliche Ausgang des traditionellen Borlachspiels auf dem Borlachplatz zum Brunnenfest feststand: Auch 246 Jahre nach der Entdeckung der Solequellen in Bad Dürrenberg sprudelt das kostbare Nass aus 223 Metern Tiefe unentwegt nach oben. Der Bergknappe Jakob Scheibe war damals beim Durchstoßen der Gipsschicht im

"Du alter Mann wirst doch nicht nutzlos werden?"

Christian Dunzel

als Bergrat Borlach

 

Schacht mitgerissen worden. Und auch diesmal hatte er Wasser im Stiefel, konnte seine Blessuren aber gleich mit einem tüchtigen Schluck Schnaps heilen. Und Borlach jubilierte, verhieß der Stadt eine glückliche Zukunft.

Die Besucher und Gäste auf dem Platz, weit weniger als im Vorjahr, klatschten Beifall angesichts der frohen Botschaft und der mimischen Meisterleistung. Da konnte auch der stänkernde Soleaffe nicht mehr wirklich stören. Vielmehr stimmten der Städtische Volkschor unter Leitung von Martin Knauf und die Wüsteneutzscher Bläser in den Lobgesang wohlklingend mit ein.

Es folgte die traditionelle Prüfung der Sole mit der Schömbachschen Spindel. Das Ergebnis ließ aufhorchen: Spezifisches Gewicht 1058,9 Gramm pro Liter, Temperatur 17,5 Grad Celsius, 7,85 Prozent Salz im Nass und Salzgehalt 83,11 Gramm pro Liter. Damit war klar: Es gibt keine Abweichung zum Vorjahr. Die Qualität der Sole ist gleich bleibend Spitze. Damit es alle testen konnten, kredenzte der Solzwerg kleine Gläschen rundum: Mächtig salzig, ohne Zweifel.

Zum 246. Mal veranstaltete Bad Dürrenberg sein Heimatfest. Bürgermeister Árpád Nemes (CDU) hatte zuvor auf das Ziel der Stadt verwiesen, trotz knapper Kassen Projekte entwickeln zu wollen, die Bad Dürrenberg weiter voran brächten. Kritik allein reiche da nicht, sondern konstruktives Mitgestalten sei gefragt, forderte er.

Und wie als Beweis konnte er die Bürgermeister von Mücheln und Artern, Udo Wurzel (parteilos) und Wolfgang Koenen (Die Linke) begrüßen. Von Bad Kösen war der Geschäftsführer der Kurgesellschaft, Thomas Budde, gekommen, aus Lützen Museumschefin Sonja Quente. Sie alle wollten dabei sein, als der neue Flyer vorgestellt wurde. Unter dem Motto "Sohle, Kohle und Geschichte" wollen die fünf Kommunen künftig gemeinsam in eigener Sache werben. Das hatten sie jüngst vereinbart.

Und gleich noch ein weiterer Schulterschluss wurde zum Brunnenfest vollzogen. Vor aller Augen unterzeichneten die Bürgermeister von Tollwitz, und Nempitz, Uwe Fischer und Dieter Martin (beide parteilos) mit dem Bad Dürrenberger Stadtoberhaupt den Gebietsänderungsvertrag und beglaubigten ihn per Stempel. Damit gehören beide Orte ab Januar 2010 zur neuen Einheitsgemeinde Bad Dürrenberg. Danach begaben sich alle auf einen Rundgang durch den Kurpark. Sie besichtigten auch die Ausstellung im Palmen- und Vogelhaus.

Insgesamt sah das diesjährige Brunnenfest weniger Besucher als im Vorjahr. Die Händler entlang des Gradierwerkes, die nahezu alles anboten, was verkäuflich und essbar ist, beklagten mangelnden Umsatz. Auch der Einlass hatte zeitweise wenig zu tun. Festivitäten in Naumburg und Merseburg, die gleichzeitig stattfanden, das bescheidene Wetter und wohl auch die Ferienzeit trugen dazu bei, dass kein Gedränge herrschte, so die Meinung vieler Besucher.

Höhepunkt des gestrigen Tages war noch der große Umzug der Vereine, Verbände, Institutionen und Bürger durch die Stadt.

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Mitteldeutsche Zeitung 20.04.2009 81  Zeilen
Ressort: HAL

TAG DER INDUSTRIEKULTUR Bad Dürrenberg, Braunsbedra, Merseburg und Halle gehören zu einer gesamteuropäischen Route, die neue Tourismus-Impulse verspricht.

Salut auf drei Schwergewichte

VON UNDINE FREYBERG

BAD DÜRRENBERG/HALLE/MZ - Einige Bad Dürrenberger Langschläfer wurden gestern Punkt zehn Uhr möglicherweise unsanft geweckt. Denn der "Oberkanonier" Jürgen Blumentritt feuerte zur Feier des Tages vor dem Borlach-Museum drei Salutschüsse ab - "für jede unserer Stationen symbolisch ein Schuss", interpretierte Landrat Frank Bannert (CDU).

Denn in Bad Dürrenberg wurde gestern zum Auftakt des zweiten Tages der Industriekultur in Sachsen-Anhalt die feierliche Aufnahme von drei Standorten im Saalekreis in die Europäische Route der Industriekultur gefeiert. Bad Dürrenberg ist mit dem Borlach-Museum und dem Borlach-Schacht vertreten, Braunsbedra mit der Zentralwerkstatt Pfännerhall, und Merseburg ist mit dem Deutschen Chemiemuseum Teil der European Route of Industrial Heritage (Erih). "Damit werfen wir drei echte Schwergewichte in die Waagschale", so Bannert, "die noch dazu die Themen Salz, Kohle und Chemie miteinander verbinden." 18 Stationen hat die Erih-Route in Sachsen-Anhalt (die MZ berichtete). Und überall gab es am gestrigen Tag Sonderveranstaltungen und -führungen.

Lars Zimmer, Vorsitzender des Landestourismusverbandes, bekräftigte, dass der Sprung in diese "europäische Liga", die insgesamt 845 Stationen in 29 Ländern umfasse, große Möglichkeiten für den Tourismus in der Region eröffne. Zwar sei die Region Halle-Saale-Unstrut im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt auf dem zweiten Rang gelandet, was die Zuwachsraten bei den Übernachtungszahlen betreffe. Doch selbst 6,7 Millionen Übernachtungen in Sachsen-Anhalt müssten noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Arpad Nemes (CDU), der Bürgermeister von Bad Dürrenberg, ist sehr optimistisch, was die Aufnahme in die Erih-Route anbelangt; er hofft natürlich auf noch mehr Touristen für die Stadt mit dem längsten Gradierwerk Europas und sieht dabei als großen Vorteil das zentrale Marketing. "Außerdem weißt ja jede Station in Sachsen-Anhalt auch immer auf die anderen hin."

In Bad Dürrenberg gab es gestern am Borlach-Museum Sonderführungen in den historischen Borlach-Schacht, der bis in eine Tiefe von 223 Metern führt. Dort konnte man sich erklären lassen, wie früher Sole gewonnen wurde. Die Salzgewinnung in aller Welt ist übrigens auch Thema einer Foto-Ausstellung, die gestern im Halloren-und Salinemuseum Halle - ebenfalls eine Station der Europa-Route - eröffnet wurde. Die Führungen in Dürrenberg nutzten zum Beispiel Jörg Starke und Anett Lange mit Söhnchen Mika (3). "Wir waren zwar schon oft im Borlach-Museum, aber im Schacht selbst waren wir noch nie", meinte Anett Lange.

AUSSTELLUNG

"Faszination Fotografie" in Braunsbedra

In der Zentralwerkstatt "Pfännerhall" in Braunsbedra wurde gestern zum Tag der Industriekultur Sachsen-Anhalt die Ausstellung "Faszination Fotografie" eröffnet, die bis Juni dort zu sehen ist. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaftsschau der Fotokooperative "G 7". Beteiligt sind die Fotoclubs Merseburg, Filderstadt in Baden-Württemberg, Plauen, Sokolov aus der Tschechischen Republik, Saalfeld-Rudolstadt, Kulmbach in Bayern sowie die Foto-Gruppe aus Lübbenau in Brandenburg. Seitens des Merseburger Fotoclubs sind Dieter Mittenzwei, Hubert Storch, Annett Gutjahr, Maik Schumann und auch Klaus Neuber mit ihren Bildern vertreten. Letzterer gewann mit seinen Wald-Aufnahmen, die die Titel "Morgenstunde" sowie "Märchenwald" tragen, den Publikumspreis der Schau.

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Mitteldeutsche Zeitung 17.04.2009 92  Zeilen
Ressort: HAL

INDUSTRIEKULTUR Der Sonntag bietet Erlebnisse in Museen, Bergwerken oder Fabriken. Auch neue Landschaften laden ein.

Weißes Gold, altes Bier und junger Wein

VON MARLENE KÖHLER

HALLE/MZ - 35 Veranstaltungen finden am Sonntag zum 2. Tag der Industriekultur in Sachsen-Anhalt statt. Museen und Besucherbergwerke, Salinen und Fabriken, Kraftwerke und alte Brauereien öffnen ihre Türen, bieten Führungen und abwechslungsreiche Programme an. Rad- und Quadtouren führen durch Bergbau-Folgelandschaften wie die Goitzsche oder die Seenlandschaft um Ferropolis. Initiiert wurde der Tag, um mit den Pfunden jener Region zu wuchern, die die industrielle Entwicklung in Europa über Jahrzehnte mit prägte.

Thematische Routen

Ob Maschinenbau, Braunkohlegewinnung oder chemische Industrie, ob zivile Luftfahrt, synthetische Benzinherstellung oder der erste Farbfilm - bahnbrechende Erfindungen gingen vom Territorium Sachsen-Anhalts aus. Auf Themenrouten wie "Kohle - Dampf - Licht" kann man sich Sachzeugen der Industriegeschichte nähern.

In Halle wartet das Technische Halloren- und Salinemuseum in der Mansfelder Straße am 19. April von 10 bis 17 Uhr mit der Fotoausstellung "Weißes Gold" auf. Fred Lange hat dafür die Salzgewinnung in aller Welt fotografiert und damit ein Thema dokumentiert, das für die hallesche Stadtgeschichte von herausragender Bedeutung ist.

Vorführung im Gradierwerk

Doch auch rund um Halle gibt es einiges zu entdecken. Im Gradierwerk und Borlach-Museum Bad Dürrenberg stehen ab 10 Uhr geführte Besichtigungen des historischen Borlachschachtes und des Gradierwerks auf dem Programm. In beiden Museumsparks von Merseburg - im Chemie-Museum sowie im Luftfahrt- und Technikmuseumspark - gibt es ab 10 Uhr thematische Führungen, Demonstrationen historischer Maschinen bzw. Vorführungen alter Moped-Modelle.

Außerdem präsentiert sich die "Glück-Auf-Tour", eine Route in zwölf Bergbaugebiete mit 67 Stationen zwischen Magdeburg und Zeitz. Die Mansfelder Bergwerksbahn gehört ebenso dazu wie das Schaubergwerk und Bergbaumuseum Röhrigschacht Wettelrode. Zwischen 9.30 und 17 Uhr wird hier am Sonntag ein interessantes Programm geboten. Los geht´s im Bahnhof Klostermansfeld, von dort mit der Bergwerksbahn nach Hettstedt. Am Haltepunkt Eduard-Schacht beginnt die Wanderung zum Mansfeld-Museum, wo der Nachbau der ersten Deutschen Dampfmaschine Wattscher Bauart vorgeführt wird. Nach der Rückfahrt können die Werkhallen der Mansfelder Lokomotiv-Wagen-Werkstatt besichtigt werden.

Parallel kann man sich für eine Wanderung durch das Sangerhäuser Revier anmelden. Ab 15.30 Uhr lädt die älteste Brauerei Sachsen-Anhalts, die 1480 gegründete Brauerei Wippra, zur Besichtigung mit Bierverkostung ein. Am Aussichtspunkt des Tagebaus Amsdorf, zu erreichen über Stedten, informiert Heino John ab 10 Uhr über eine botanische Rarität: Salzpflanzen im Gebiet der Mansfelder Seen. Dann spricht Winzer Rene Schwalbe über Weinanbau auf der kultivierten Halde und bietet eine Weinverkostung an. Offiziell eröffnet wird der Tag der Industriekultur übrigens um 10 Uhr in der Brikettfabrik "Herrmannschacht" in Zeitz.

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Mitteldeutsche Zeitung - 05.03.2009 48  Zeilen
Ressort: HAL

Fokus auf Lauchstädter Geschichte gerichtet.
Juwel zeigt sich in seinem ganzen Glanz

VON HANS -ERDMANN GRINGER BAD DÜRRENBERG /MZ

- "Bad Lauchstädt - ein Juwel in Sachen-Anhalt" heißt eine Ausstellung, die gestern im Palmen- und Vogelhaus von Bad Dürrenberg eröffnet wurde. Auf insgesamt 22 Tafeln mit zahlreichen historischen Stichen, Dokumenten und Fotos sowie erfreulich kurzen Texten wird die wechselvolle Geschichte Bad Lauchstädts von seiner erstmaligen Erwähnung im Hersfelder Zehntverzeichnis im 9. Jahrhundert über die Verleihung des Stadtrechts im Jahr 1430 bis in die Gegenwart veranschaulicht.

Auch die Historie des seit Alters her bekannten Heilwassers, das zu einer regen Kur- und Badetätigkeit im 18. Jahrhundert führte und schließlich auch die Kultur förderte, wird beleuchtet. Großen Raum nimmt dabei insbesondere die Goethezeit mit dem Wirken des Dichterfürsten in dem damals 700 Einwohner zählenden Ort ein. Hier ließ er im Jahr 1802 das weltbekannte Theater bauen, das auch heute noch mit seiner historischen Bühnentechnik ein Besuchermagnet ist. Und hierher lockte der Geheimrat große Dichter und Gelehrte seiner Zeit wie Schiller, Gellert, Gottsched, Basedow und Gleim.

Die Schau, die bis zum 30. April zu sehen ist, wurde von der Historische Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH zusammen gestellt. Im kommenden Jahr will auch Bad Dürrenberg sich revanchieren und sich mit einer eigenen Präsentation in Bad Lauchstädt vorstellen. Dann wird wiederum Bad Lauchstädt gleich drei Jubiläen auf einmal, nämlich 300 Jahre anerkannteHeilquelle, 200 Jahre Brunnenfest sowie 580 Jahre Stadtrecht, feiern können.

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Mitteldeutsche Zeitung 12.02.2009 68  Zeilen
Ressort: NTB

PROJEKTE Bad Kösen, Bad Dürrenberg, Lützen, Mücheln und Artern kooperieren.

Gemeinsam im Tourismus

VON HANS -ERDMANN GRINGER BAD KÖSEN /BAD DÜRRENBERG

- Lützens Bürgermeister, der Bundestagsabgeordnete Maik Reichel (SPD), die Stadtoberhäupter von Artern und Mücheln, Wolfgang Koenen (Die Linke) und Udo Wurzel (CDU), sowie Bad Kösens Kurdirektor Thomas Budde trafen sich in Bad Dürrenberg. Gemeinsam mit Bürgermeister Árpád Nemes setzten sie erstmals gemeinsame Akzente für die künftige Zusammenarbeit. Die Städte wollen in Rahmen ihrer Möglichkeiten ihre Kooperation im Tourismus verstärken und daraus resultierende Synergieeffekte zusammen nutzen.

"Wir wollen ein Netzwerk bilden", so Bürgermeister Wurzel, "wir wollen nach außen ausstrahlen und die Region interessant machen". Geplant ist eine Werbegemeinschaft. "Jeder soll der Botschafter des anderen sein", unterstrich Reichel gegenüber unserer Zeitung. Mit Mücheln im Geiseltal hat Bad Dürrenberg bereits im Vorjahr eine entsprechende Kooperations-Vereinbarung unterzeichnet. Nun nimmt darüber hinaus auch die Zusammenarbeit mit Artern in Thüringen und Bad Kösen im Burgenlandkreis engere Formen an. Man wolle jedoch keinen Verband schaffen mit festen Beiträgen, sondern vielmehr einen Zusammenschluss von Gleichgesinnten, der offen sei für weitere Partner. Gemeinsame Klammer soll dabei die Technikgeschichte, insbesondere die historische Kohle- und Salzgewinnung in der Region sein, die die Orte in der Vergangenheit prägten und auch große Persönlichkeiten wie den Bergrat Borlach hervorgebracht haben, der auch in Kösen und Artern wirkte. Aber auch herausragende historische Ereignisse wie der 30-jährige Krieg, der zeitweise in der Umgebung tobte, und die Brauchtumspflege spielen hierbei eine Rolle. So ging es um die Erarbeitung unterschiedlicher Konzeptangebote für den Tagestourismus in den jeweiligen Kommunen. Gleichzeitig wurden Chancen und Möglichkeiten gegenseitiger Bewerbung diskutiert.

Dazu sollen Flyer eingesetzt werden, zu denen jeder Ort ein besonderes Tagesangebot beisteuert. "Der Besucher kann dann selbständig auswählen, was er an Ausflugszielen für einen halben oder ganzen Tag kombinieren will", sagte Nemes. Auch die Möglichkeiten des Internets sollen stärker genutzt werden. Ebenfalls ein Thema war die Beschilderung vor Ort. ___________________________________________________________________________________ 

Mitteldeutsche Zeitung - 22.01.2009 106  Zeilen
Ressort: MER

INTERNET Bad Dürrenberg schaltet neue Seiten für Kultur und Tourismus frei.
Mehr Service für Gäste nun auch weltweit

VON HANS -ERDMANN GRINGER BAD DÜRRENBERG /MZ

- Die Stadt Bad Dürrenberg zeigt sich ab sofort von ihrer Schokoladenseite: im Internet. Und zugleich setzt sie auf Kooperation in der ganzen Region. Bürgermeister Árpád Nemes schaltete gestern zusätzlich zur bisheriger Internet-Präsentation der Kommune den neuen Auftritt der Salinestadt im Internet frei, der sich speziell ihren touristischen und kulturellen Angeboten widmet und dies in ganzer Fülle und Ausführlichkeit darstellt. "Als staatlich anerkannter Erholungsort wollen wir damit einen weiteren Schritt gehen, um unseren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und den Tourismus als Marketing-Instrument einzusetzen", sagt Nemes. "Wir haben etwas zu bieten und wollen es nicht länger verstecken".

"Immer wieder bekamen wir Anfragen von Besuchern, die sich schon vor ihrem Reiseantritt über Sehenswürdigkeiten bei uns und in der Umgebung informieren wollten. Dies können sie nun bis ins Detail", ergänzt Jörg Höhne vom Regiebetrieb Stadt und Tourismus. Er hat die Vorbereitungen für

"Wir wollen einen weiteren Schritt gehen, um unseren Bekanntheitsgrad zu erhöhen."

Árpád Nemes

Bürgermeister

die Netzpräsentation begleitet. Seit zwei Monaten werkelten eine Firma aus Naumburg und eine aus der Partnerkommune Mücheln gemeinsam an den technischen Feinheiten. Immer wieder wurde bildlich gesprochen "gefeilt". Nun kann man das Ergebnis unter www.badduerrenberg.eu ausgiebig studieren und nutzen.

Auf Dutzenden von Seiten wurde praktisch alles zusammengetragen, was für Gäste und Tagestouristen von Interessen sein könnte bis hin zum Leitsystem und Parkplatzanzeiger. Saale-Radwanderweg, Blaues Band, Glück-Auf-Tour, Baumpfad seien hier nur stellvertretend genannt. Dazu kommen Persönlichkeiten und ihr Lebensweg, Sagen, Termine, und die Chronik des Jahres. Auch alle bisher erschienen Kulturbriefe sind nachlesbar. Alle Informationen werden natürlich ständig aktualisiert, erweitert und ergänzt, sagt Höhne.

Absoluter Trumpf der Dürrenberger ist dabei die Einbindung der Stadt in die im Aufbau befindliche Europäische Denkmalroute, die herausragende Kommunen und Regionen wegen ihres Beitrags zur Industriegeschichte würdigt. Neben der Lausitz (Braunkohle) und dem Ruhrgebiet (Textilindustrie) steht Bad Dürrenberg exemplarisch für die Salzgewinnung. Auch die bisher unter der Seite www.industrietourismus.de aufgeführten Denkmale, wie etwa Pfännerhall in Braunsbedra oder der Zeitzer Hermannsschacht, sollen in die europaweite Denkmalroute, die von England (Manchester) quer durch den Kontinent führen soll, eingehen. Bad Dürrenberg befindet sich also in guter Gesellschaft.

Dabei sei man sich darüber durchaus im klaren, dass es noch ein langer Weg mit vielen Schritten sei, um dort anzukommen, wo man in Zukunft hin wolle, so Nemes, nämlich ein Ort zu sein, der für Kurzzeittouristen und Kurgäste wieder ein Magnet sei. Dabei setze man auf Vertrauen in die eigenen Stärke und auf Kooperation. Die Zusammenarbeit mit Mücheln trage schon Früchte, dies werde im Internet auch dokumentiert. Jetzt habe man Kontakte mit Lützen und der dortigen Verwaltungsgemeinschaft Wiesengrund angebahnt. Auch Artern und Bad Kösen, alle samt durch Salzgewinnung mittels Salinen geprägt, werden als Partner einbezogen. Verlinkungen zu deren Seiten seien ebenfalls vorgesehen. Schon mit dem Start eingerichtete Links gibt es zu Zielen der nahen Umgebung wie Bad Lauchstädt und weiteren wie etwa Leipzig. Kommentar Seite 10

Wer selbst schauen will:

www.badduerrenberg.eu

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Mitteldeutsche Zeitung - 24.12.200863  Zeilen
Ressort: MER


Zweiter "Punsch im Park" im Bad Dürrenberg zog 200 Besucher an. Besinnliche Zeit zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest.
Glühwein und gute Laune

VON HANS -ERDMANN GRINGER BAD DÜRRENBERG /MZ

- Heiß war es am Sonntag im Kurpark von Bad Dürrenberg, zumindest was die Getränke betraf. Zum zweiten "Punsch im Park"" hatte die Stadt mit der Balance Naturkost aus Querfurt eingeladen und rund 200 Besucher nutzten die Möglichkeit zu einem kleinen Rundgang und trotzten dem Nieselwetter.

Hans-Georg Schwanke bot Punschgetränke aus Hollunder und Sanddorn an. "Die sind aus kontrolliertem biologischen Anbau und besonders bei Familien mit Kindern sehr beliebt", betonte Schwanke, der auch fruchtigen Naturglühwein offerierte. Und er hatte noch pürierte Sonnenblumenkerne als Brotaufstrich und anderes mehr dabei. "Wir kommen regelmäßig alle zwei Wochen nach Bad Dürrenberg und haben schon viele Stammkunden, die auf uns warten", sagte der Langeneichstädter, der in Querfurt einen eigenen Laden mit Naturkost betreibt.

Die Zeit der traditionellen Märkte sei vorbei und die kleine Veranstaltung im Park böte die Gelegenheit zur besinnlichen Einstimmung auf die Festtage. Eine kleine Traube bildete sich wieder bei Zinngießer Ingo Schneppel, der sein Hobby seit 35 Jahren betreibt. Während seine Frau nebenan am Tisch das Kerzengießen demonstrierte, versuchten sich bei ihm Kinder selbst an den Formen. Die sechsjährige Annika hatte sich gerade ein Pferd gegossen. Wenige Meter weiter verkaufte der Geschenkshop "Fünf Sinne" aus Leuna Nützliches und Dekoratives für viele Geschmäcker. Auch Liköre, Honig und Tee waren dabei.

Draußen stand derweil Liliana Opitz aus Bad Dürrenberg am Grill und hatte auch eine kleine Tombola aufgebaut. Und Bäcker Peter Motz aus Leuna buk Brot im Holzofen und verkaufte Plätzchen und Kuchen. Ruth Lichtenfeld aus Bad Dürrenberg erwarb am Stand gleich Leckereien für die nachmittägliche Kaffeerunde daheim. Sabine Malberg war mit ihrem Enkel Jan aus Leuna gekommen, weil sie "immer wieder gern in Bad Dürrenberg ist", wie sie betonte. Das I-Tüpfelchen war dann eine kleine Spendenbox, deren Erlös dem Verein "Wir helfen" zugute kam.

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Mitteldeutsche Zeitung - 24.12.200817  Zeilen
Ressort: MER

SPENDE Öfen in St. Laurentius wieder allesamt intakt BAD DÜRRENBERG/MZ

- Freude bei der Kirchgemeinde St. Laurentius in Bad Dürrenberg: Alle vier mehr als 100 Jahre alten gusseisernen Öfen sind wieder komplett. Defekte Teile waren in einer Gießerei in Ilsenburg nachgegossen worden. 17 000 Euro hat dies gekostet. 8 000 Euro steuerte die Stadt bei. Weitere Mittel kamen von der Mibrag (4 800 Euro), der Unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises (1 000) und dem Verein Vision (1 500). Zur Christvesper heute 16 Uhr und zur Christnacht um 22 Uhr kann die Kirche nun wieder voll beheizt werden.

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Mitteldeutsche Zeitung - 03.12.200824  Zeilen
Ressort: MER

AUSSTELLUNG

Impressionen von und über Goethe

BAD DÜRRENBERG/MZ -Eine neue Ausstellung wurde jetzt im Palmen- und Vogelhaus in Bad Dürrenberg eröffnet. Unter dem Motto "Ich hab diese Zeit des Jahres gar lieb" bietet sie weihnachtliche Impressionen mit und über Johann Wolfgang von Goethe. Bis zum 11. Januar kommenden Jahres können die Besucher auf 13 Schautafeln mit zahlreichen farbigen Abbildungen den Dichterfürsten und seine Anschauungen in vielen Zitaten zu diesem Thema kennen lernen. Diese Schau ist bereits die zweite über das Leben des Geheimrates in der Salinestadt. An gleicher Stelle war bereits im Frühjahr die Wanderausstellung "Sachsen-Anhalt und Goethe" zu sehen. Diese und ihre Nachfolgerin wurden mit Unterstützung der Historischen Kuranlagen und der Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH zur Verfügung gestellt.

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Mitteldeutsche Zeitung - 01.12.200823  Zeilen
Ressort: WFS

PALMEN- UND VOGELHAUS

Vielfältige Angebote für Besucher

BAD DÜRRENBERG/MZ - Von Mai bis Oktober dieses Jahres hatte das Palmen- und Vogelhaus von Bad Dürrenberg insgesamt 24 000 Besucher. Im gesamten Vorjahr waren es laut Stadtverwaltung etwa 40 000 Einwohner und Gäste, die sich in dem 2006 eröffneten Gebäude umsahen. Insgesamt sind in dem Glaszweckbau derzeit 55 seltene und exotische Pflanzen- und 17 Vogelarten untergebracht. Doch nicht nur Flora und Fauna begeistert die Besucher. Regelmäßig finden auch Ausstellungen in dem Neubau statt. Besonders viel Anklang fand im Frühjahr die Präsentation "Baum trifft Mensch", die verbunden mit der Eröffnung eines Baumpfades quer durch die Stadt das Augenmerk auf die Natur und die Notwendigkeit ihres Schutzes lenkte.

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Mitteldeutsche Zeitung - 28.11.200857  Zeilen
Ressort: MER


Mücheln und Bad Dürrenberg unterzeichnen Vereinbarung zur Zusammenarbeit im touristischen und kulturellen Bereich.
Erste Reiseangebote sind schon für 2009 geplant

MÜCHELN/MZ/DD - Die Städte Mücheln und Bad Dürrenberg schlossen gestern eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit im touristischen und kulturellen Bereich. Die beiden Bürgermeister Udo Wurzel (parteilos) und Árpád Nemes (CDU) erhoffen sich davon Vorteile für die Entwicklung und Vermarktung ihrer Potenziale.

"Wir ergänzen uns gut", erklärte das Bad Dürrenberger Stadtoberhaupt angesichts der durch Natur, Wasser und Wein attraktiven Geiseltalregion und dem durch Sole, Gradierwerk, Geschichte und Botanik geprägten Erholungsort an der Saale. Árpád Nemes war sich sicher: Schon 2009 könne man Touristen gemeinsam ein attraktives Ausflugspaket anbieten und die Region bekannter machen.

Dafür möchte er auch das geschichtsträchtige Lützen, Bad Kösen mit seinem Gradierwerk und Artern mit seiner Beziehung zu Bergrat Borlach mit ins Boot holen, war zu hören. Entsprechende Gespräche würden bereits laufen. Als weiteres Ziel nannte er eine durchgehende Radwegeverbindung zwischen Bad Dürrenberg und Mücheln. Genau genommen fehle ja nur ein kurzes Verbindungsstück zwischen Spergau und dem Großkaynaer See.

Der Bürgermeister erinnerte bei der Unterzeichnung daran, dass durch den Bau des Kindergradierwerks in der Müchelner Kneipp-und Naturkindertagesstätte "Gänseblümchen" und damit verbundene Sole-Lieferungen die guten Kontakte zwischen beiden Kommunen entstanden. Die gemeinsame Zusammenarbeit mit dem Internetportal Geiseltalsee.de. habe dies noch vertieft. Müchelns Bürgermeister lobte die "konstruktiven Ideen" seines Kollegen. "Nur gemeinsam und nicht allein können wir unsere touristischen Vorstellungen verwirklichen. Eine andere Chance haben wir nicht", hob er hervor. "Und wer weiß, vielleicht werden sogar mehrtägige Urlaubsangebote daraus", so Udo Wurzel.

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Mitteldeutsche Zeitung - 28.11.200834  Zeilen
Ressort: MER


Gemeinsam sind sie stark
findet es richtig, dass die Städte in Sachen Tourismus selber handeln und sich nicht auf andere verlassen.

Städte wie Mücheln und Bad Dürrenberg können nicht erwarten, dass sich bei ihnen Gewerbe noch in Größenordnungen ansiedelt und Arbeitsplätze schafft. Das schätzen beide Bürgermeister völlig realistisch ein und setzen ganz richtig auf den Tourismus als Zukunft für die Region. Doch jede Kommune für sich genommen hat vielleicht eine Hand voll Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das ist zu wenig für Tagestouristen, zu wenig, damit Besucher auch Geld in den Kassen von Einrichtungen und der Gastronomie lassen. Kooperation heißt also das Zauberwort. Davon gab es in der Vergangenheit schon einige zum Beispiel mit großen Tourismusverbänden. Abrechenbare Erfolge haben sich bislang nicht eingestellt. Wenn Touristinformationen untereinander vernetzt sind und von Partnern Flyer auslegen, ist das zwar wichtig, reicht jedoch nicht aus. Deshalb ist der neue Anlauf begrüßenswert. Die Kommunen haben erkannt, dass sie selbst das Heft des Handelns übernehmen müssen und sich nicht auf Hilfe von außen verlassen können. Man kann ihnen nur Erfolg wünschen.

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Mitteldeutsche Zeitung - 24.11.200889  Zeilen
Ressort: WFS

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister übergibt Urkunde an den Bürgermeister.
Bad Dürrenberg ist Erholungsort

VON HANS -ERDMANN GRINGER BAD DÜRRENBERG /MZ

- Nun ist es offiziell und Bad Dürrenberg braucht neue Ortsschilder: Die Stadt kann sich ab sofort "Staatlich anerkannter Erholungsort" nennen. Auf Beschlussempfehlung des Fachausschusses für Kur- und Erholungsorte des Landes Sachsen-Anhalt wurde ihr jetzt das Prädikat zuerkannt.

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) war extra in die Salinestadt gereist, um die Urkunde an Bürgermeister Árpád Nemes (CDU) zu überreichen. Auch weitere Politiker aus der Region, mit Landrat Frank Bannert (CDU) an der Spitze, waren in die renovierte Gaststätte im Kurpark gekommen, um zu gratulieren.

Für die Auszeichnung sei ausschlaggebend gewesen, dass Bad Dürrenberg inzwischen die dafür notwendigen bioklimatischen und lufthygienischen Kriterien erfülle, sagte Minister Haseloff. Zudem hätten die erheblichen Fortschritte der Stadt bei der Sanierung des Kurparks mit dem europaweit längsten zusammenhängenden Gradierwerk überzeugt. Die historischen Anlagen, mit denen Bad Dürrenberg ein Alleinstellungsmerkmal besitze, hätten wieder Flair, so der Minister. Ausschlaggebend seien aber auch weitere touristische Angebote wie der Borlachturm mit einem Museum über die Geschichte der Salzgewinnung, das Vogel- und Palmenhaus und ein ausgedehntes Netz von Rad-und Wanderwegen von insgesamt 23,3 Kilometern Länge gewesen.

Die Ehrung sei natürlich ein großer Imagegewinn für die Stadt und ihre Bürger, so Haseloff. Sie sei ein wichtiges Qualitätsmerkmal und ein gutes Marketinginstrument mit entsprechender Außenwirkung. Gleichzeitig sei sie aber auch eine große Verpflichtung, weil es nun gelte, das Prädikat, das sich die Stadt zurecht verdient habe, auch dauerhaft zu sichern.

Bürgermeister Nemes erinnerte daran, dass die Stadt bereits 2002 den Antrag auf Prädikatisierung gestellt habe. Mit der nun erfolgten Verleihung gehe also ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Nemes kündigte in diesem Zusammenhang an, dass Bad Dürrenberg sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern eine weitere Stufe erklimmen wolle. Die Kommune werde sich nämlich um den Titel "Ort mit Heilquellenkurbetrieb" bewerben, sagte er. Allerdings seien dafür noch zahlreiche weitere infrastrukturelle Voraussetzungen zu verwirklichen.

Dies betreffe unter anderem die Schaffung von Übernachtungs-und Kurmöglichkeiten. Eine Entwicklungsgesellschaft in Burg sei beauftragt worden, eine Machbarkeitsstudie zu erstellen und Entwicklungsziele zu erarbeiten. Erste Erfolg versprechende Ergebnisse lägen bereits vor, sagte Nemes. Er sei sich sicher, dass die Stadtverwaltung im Zusammenwirken mit dem Stadtrat und den Bürgern alle diese Ziele auch verwirklichen könne.

Auch Landrat Bannert gratulierte. Er forderte Bad Dürrenberg auf, noch mehr mit seinen Pfunden zu wuchern. Es gebe keinen Grund, in der zweiten Liga zu spielen. Die Salinestadt gehöre vielmehr in die erste Liga, sagte Bannert.